Motorrad Bremsen

Aufgabe der Bremse ist es, die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu verringern, also eine negative Beschleunigung zu erzielen. Der erzielte Bremseffekt ist nicht nur von der Technik der Bremsen selbst abhängig, sondern zunächst einmal von folgenden vier Faktoren:

✔ Geschwindigkeit des Motorrades

✔ Zustand und Qualität der Reifen

✔ Gewicht des Motorrades inklusive Fahrer und Gepäck

✔ Straßenzustand

✔ Zwei Bremssituationen sind heute in Motorrädern üblich

✔ Trommelbremse

✔ Scheibenbremse

Trommelbremse

Die Trommelbremse besteht aus folgenden Komponenten:

✔ mit der Radnabe verbundene Bremstrommel

✔ zwei Bremsbacken mit darauf befindlichen Bremsbelägen

✔ zwei Bremsbacken Rückholfedern

✔ der/den Bremswelle/n

Betätigt der Fahrer die Bremse, so drücken die Bremsnocken der Bremswelle/n die Bremsbacken auseinander. Die Bremstrommel und das Fahrzeug verzögert. Im Ruhezustand ziehen die Rückholfedern die Bremsbacken wieder von der Bremstrommel zurück. Trommelbremsen werden am Vorderrad meist durch Seilzüge betätigt, am Hinterrad durch ein Bremsgestänge. Man unterscheidet:

✔ die Simplexbremse (mit einer Bremswelle)

✔die Duplexbremse (mit zwei Bremswellen)

✔ die Doppel Duplexbremse (mit zwei Duplexbremsen am Vorderrad)

Als Vorteile der Trommelbremse gelten:

✔ unempfindlich gegen Verschmutzung

✔ kein verzögertes Einsetzen der Bremswirkung bei Nässe

✔ längere Verschleiß Intervalle der Bremsbeläge

✔geringe Neigung zum Überbremsen

Ihre Nachteile überwiegen jedoch

- nachlassende Bremsleitung bei längerer Bremsbetätigung „Fading“

- hohes Gewicht

- Seilzug Betätigung bedarf der Wartung und kann im Notfall reißen

Scheibenbremse

Scheibenbremsen bestehen aus folgenden Bestandteilen:

✔ an der Radnabe befestigte Bremsscheibe

✔ sich am Fahrzeug abgestürzender Bremssattel mit den Bremskolben

✔ auf die Bremsscheibe wirkende Bremsklötze mit den darauf befindlichen Bremsbelägen

Betätigt der Fahrer die Bremse, so wirken die Bremskolben im Bremssattel auf die Bremsklötze. Die drücken mit den Bremsbelägen auf die Bremsscheibe und verzögern so das Fahrzeug. Im Ruhezustand reicht die Kraft des Kolbendichtrings aus, den Bremsklotz wieder etwas von der Scheibe zurück zu ziehen. Scheibenbremsen werden hydraulisch betätigt.

Moderne Scheibenbremsen sind in der Regel als Festsattel Bremse mit zwei, vier oder sechs Bremskolben ausgeführt. Am Vorderrad werden Scheibenbremsen als Einscheiben- oder Zweischeibenbremse verbaut.

Als Vorteile der Scheibenbremse gelten:

✔ kein Nachlassen der Bremsleitung bei längerer Bremsbetätigung

✔ gute Zugänglichkeit zur Wartung

✔ nahezu wartungsfreie Hydraulik Betätigung

✔ gute Dosierbarkeit der Bremswirkung

Nachteile der Scheibenbremse sind:

- Verschmutzungsempfindlichkeit

- verzägertes Einsetzen der Bremswirkung bei Nässe

- kurze Verschleiß Intervalle der Bremsbeläge

- Neigung zum Überbremsen bei ungeübten Fahrern

Die Einführung der Scheibenbremse war praktisch der Voraussetzung zur Realisierung hoher Motorleistungen. Das erste Motorrad mit serienmäßiger Scheibenbremse war die Honda CB 750 im Jahre 1969.

Integral Bremssystem

Aus gutem Grund fordert die Straßenverkehrszulassungsordnung zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremssysteme am Motorrad. Klassischerweise sind dies die Bremse am Vorderrad und die Bremse am Hinterrad. Beide werden unabhängig voneinander bedient. Eine optimale Bremswirkung wird nur erreicht, wenn der Fahrer beide Bremsen betätigt: Handbremshebel und Fußbremshebel. Dies zu erreichen, gibt es zwei Ansätze. Der eine Ansatz setzt auf Einsicht und den Erfolg der Fahrschule, wenn dem Führerschein Neuling das Bremsen beigebracht wird. Der zweite Ansatz ist technischer Natur und heißt Integral Bremssystem.

Vorreiter beim Integral Bremssystem war die BMW. Bei BMW´s wirkt der Fuß Bremshebel über einen hydraulischen Verteiler außer auf eine kleinere Bremsscheibe am Hinterrad auch auf die linke vordere größere Bremsscheibe. Der Hand Bremshebel wirkt nur auf die rechte vordere Scheibe. Zwar erzielt dieses Integral Bremssystem gute Verzägerungswerte auch bei ungeübten Fahrern. Doch der Fahrer neigt im Laufe der Zeit dazu, nur noch den Fuß Bremshebel zu benutzen. Der Hand Bremshebel wird nur noch als Zusatzbremse für Gefahrensituationen angesehen. Genau dann aber kommt der Griff dorthin vielleicht zu spät. Auf rutschigem Untergrund kann dieses Integral Bremssystem ebenfalls sehr gefährlich sein, denn ein unbedachter Tritt auf den Fuß Bremshebel kann das Vorderrad zum blockieren bringen. Der Sturz ist dann nahezu unvermeidlich.

Um dem abzuhelfen, bringen Moderne Integral Bremssysteme Elektronik ins Spiel. Bei der Honda gsxr zum Beispiel wirkt der Handbremshebel auf die Bremsscheibe des Vorderrades und der Fußbremshebel auf alle Bremsscheiben. Die Elektronik steuert über Druckmodulatoren die Verteilung der Bremskräfte.

ABS

Das Hinterrad darf bei einer Gefahren Bremsung ohne Sturzgefahr blockiert werden, dagegen führt ein Blockieren des Vorderrades durch Verlust der Seitenführungskräfte bei ungeübten Fahrern meist sofort zum Sturz. Ein Anti Blockier System das so genannte ABS ist da die ideale Lösung.

Bei Autos gibt es sie schon seit 1978. 1986 stellte BMW ein ABS für Motorräder vor. Jedermann kann damit optimierte Bremswege verwirklichen. Die Automatik verhindert ein Blockieren der Räder, egal auf welchem Untergrund. Asphalt, nass oder trocken, Rollsplitt, Sand oder Ölspur, die Fahrbahnbeschaffenheit ist unerheblich. Lediglich bei Kurvenfahrten kann das ABS nicht viel ausrichten. Denn Jede Bremsen in Schräglage verringert die Seitenführungskräfte und kann so leicht zum Sturz führen.

Bei BMW ABS kann ein elektronischer Sensor am Vorder- und am Hinterrad mit Hilfe einer Verzahnung an der Radnabe feststellen, ob sich das Rad dreht oder nicht. Im Falle des Blockierens wird elektronisch ein Druckmodulator aktiviert. Er reduziert den Druck in der Bremshydraulik so lange, bis die Blockierung aufgehoben ist. Das ABS ist bei Geschwindigkeiten über 4 km/h aktiv. Sollte die Regelelektronik einmal unverhofft ausfallen, wird der Fahrer durch eine rote Lampe gewarnt, denn dann ist eine unbekümmerte Bremsbetätigung nicht mehr angezeigt.

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Der heutige Standard moderner Motorräder ist die sogenannte Integralbremse. Das bedeutet, dass trotz einzelner Bremskreise, die Motorradbremse durch den Motorradfahrer nur mit dem Bremshebel am Lenkrad betätigt werden kann. Wie es der TÜV verlangt, sind die einzelnen Bremskreise hydraulisch voneinander getrennt.

Welche Vorteile hat die Integralbremse?

Der Vorteil der Integral Bremse liegt darin, dass die Verteilung des Bremsdrucks auf die beiden Bremskreise des Motorrades individuell eingestellt werden kann, entsprechend angepasst an das Motorrad und die Bedürfnisse des Motorradfahrers. Auch die Bremshebel können entsprechend eingestellt werden. Ähnlich wie beim KFZ werden auch mit dem Motorrad Bremshebel zwei Bremszylinder aktiviert. Während beim Auto die Zylinder hintereinander positioniert sind, liegen die Bremszylinder beim Motorrad untereinander. Mit der Betätigung des Bremshebels drückt dieser auf die Balkenwaage. Diese wiederum verbindet die beiden einzelnen Bremszylinder auf mechanische Art und Weise miteinander. . Die Bremskraftverteilung, die auf beide Zylinder einwirken soll, kann über austauschbare Distanzscheiben eingestellt werden.

Simplex Bremse bei älteren Motorradmodellen nicht selten

Während bei neuen Motorradmodellen Simplexbremsen nicht mehr üblich sind, ist diese Art Motorradbremse bei alten Motorradmodellen nicht unüblich. Bei der Simplexbremse werden die beiden Backen über einen einzigen Nocken gespreizt. Dieser Nocken ist in Drehrichtung einmal vor und hinter den Bremsbacken positioniert. Dadurch entsteht der sogenannte ab- und auflaufende Backen. Bei den auflaufenden Bremsbacken werden die Backen sozusagen fast in die Bremstrommel hineingezogen, wodurch die Bremswirkung verstärkt wird. Bei den ablaufenden Backen kommt es zu keiner verstärkenden Wirkung.

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