Mit dem eigenen Motorrad auf Rennstrecke

Vorbereitung ist sinnvoll

Ist ein Ausflug mit dem Motorrad auf die Rennstrecke geplant ist nicht nur eine mentale Vorbereitung von Nöten, denn auch das Motorrad muss entsprechend vorbereitet werden. Damit Ihr erstes Mal auf der Rennstrecke nicht zu einem enttäuschenden Erlebnis wird, haben wir für Sie eine kleine Checkliste erstellt.

Womit muss ich mich auf die Motorrad Rennstrecke vorbereiten?

Motorrad Rennstrecke in Deutschland

Ab auf die Rennstrecke –  die Vorbereitungen am Motorrad 

Spiegel, Licht und Blinker

Um ernsthafte Verletzungen durch eventuelle Splitter oder Reifenschäden zu verhindern, sollte man sämtliche Kunststoffteile, die Splittern könnten und alle Glasteile unbedingt großflächig abkleben. Sinnvoll ist es auf der Rennstrecke außerdem, das Bremslicht und Licht zu deaktivieren, wie auch die Seitenspiegel zu entfernen.

Ölkreislauf

Bevor das Abenteuer Rennstrecke beginnen kann, sollte man den Ölkreislauf seines Motorrads kontrollieren und sicherstellen, dass nichts ausläuft. Im Vergleich zum normalen Straßenverkehr herrschen auf einer Rennstrecke immer gleichbleibende gute Streckenverhältnisse. Nicht nur dass man den anderen Fahrern gegenüber fair sein sollte, in dem man Verunreinigungen vom eigenen Motorrad auf der Strecke unterlässt. Ölspuren auf der Rennstrecke sind nun mal eine Gefahrenquelle und können für ernste Stürze sorgen.

Wie sichert man seinen Ölkreislauf?

Das Sichern des Ölkreislauf eines Motorrads bedeutet, dass der Ölfilter, Ablass- und Einfüllschrauben mit Draht gesichert werden. Hierbei werden Ablass- und Einfüllschrauben durchbohrt und mit Draht an den festen Teilen des Motorrads gesichert. Auch der Ölfilter wird gesichert und zwar mit einer Schlauchschelle.

Bremsen

Auf der Rennstrecke müssen die Bremsen eines Motorrads bei Weitem höherem Belastungen standhalten als im normalen Straßenverkehr. Aus diesem Grund sollte man vorher, die standardmäßig verbauen Bremsbelege durchspezielle Renn- und Sport Beläge austauschen. Des Weiteren sollte man auch unbedingt Ersatzbelege dabei haben. Auf der Rennstrecke sollte man mehrmals seine Bremsbeläge prüfen.

Kühlmittel

Beim Durchchecken des Motorrads für die Rennstrecke, sollte vor allem das Kühlmittel gewechselt werden, wenn es Frostschutzmittel enthält. Würde nämlich dieses Kühlwasser, auf die Rennstrecke kommen, sei es durch ein undichtes Kühlsystem, ein geplatzter Schlauch oder gar einem Unfall, wäre es auf der Strecke genauso rutschig, wie auf Glatteis.

Reifen

An sich gibt es bezüglich der Profiltiefe auf einer Rennstrecke keine Vorschriften. Doch alte Straßenreifen noch auffahren zu wollen, wäre mehr als Dumm. Man sollte nie vergessen, dass die Reifen dadurch wesentlich stärker belastet werden. Dadurch entsteht eine größere Hitze, die ein Reifen mit wenig Profil nicht aufnehmen kann. Die Folge, die Oberfläche des Reifens wird zu heiß und verliert extrem an Haftung. Schwere Stürze mit dem Motorrad sind vorprogrammiert. Auch Tourenreifen sind nicht für die Rennstrecke geeignet.

Tipp: Will man mit seinem Motorrad auf die Rennstrecke, sollte man am besten neue bzw. neuwertige Renn- oder Sportreifen verwenden.

Rennstrecken Vorbereitung – Allgemein

Der wichtigste Grundsatz, wenn man mit seinem Motorrad auf die Rennstrecke möchte, ist, dass man niemals vergessen darf, auf die eigene und die Sicherheit anderer zu achten. Das Motorrad muss unbedingt im tadellosen Zustand sein. Undichte Motoren oder Getriebe gehen gar nicht. Natürlich muss auch eine einwandfreie Funktion von Gabel und Federbein gewährleistet sein.

Wichtig:  Man sollte mehrmals täglich den Zustand des Motorrades prüfen. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass man beim Besuch einer Rennstrecke immer das nötige Werkzeug dabei hat. Sei es zur Kontrolle der Schrauben oder einfach nur um Bremsbeläge zu wechseln.

Das erste Mal auf der Rennstrecke – unsere Fahrtipps

Bevor man auf die Rennstrecke geht, sollte man fragen, ob diese auch für Anfänger geeignet ist. Daher sollte die erste Runde erst einmal langsam gefahren werden. Dabei kann der Fahrer sich den Streckenverlauf ansehen und eventuelle Gefahrenstellen analysieren. Bevor es aber richtig zur Sache geht, sollte man noch zwei Runden dranhängen, damit die Reifen richtig warm sind. Nur ein warmer Motorreifen garantiert eine entsprechende Bodenhaftung. 

Schleizer Dreieck die älteste Rennstrecke Deutschlands

Das Schleizer Dreieck versprüht seit immer bei Fahrern und Fans seinen ganz eigenen Flair. Statt weiträumige Kiesbetten und riesige Asphaltflächen bietet die älteste Rennstrecke Deutschlands seit 1923 eine anspruchsvolle Berg und -Talfahrt über eine öffentliche Straße, die nur an den Rennwochenenden zu einer Rennstrecke umfunktioniert wird. Im Jahr 1923 wurden hier die ersten Brennstoffprüfungen unternommen und bis heute kann die Traditions Rennstrecke auf eine große Zahl vielfältigster Veranstaltungen zurückblicken.

Neben den seit jeher ausgetragenen Läufen zur Deutschen Meisterschaft sah das Schleizer Publikum Weltmeisterschaftsläufe der Gespanne, Classic-Events, Supermoto, Bergrennen, Motorrad Rennen, Gleichmäßigkeitsläufe, verschiedene Meisterschaftsläufe sowie Biker – und Truckertreffen eine menge Konzerte.

Besonders beliebt sind die Passagen am Buchhübel, die Abfahrt in die Stadt, bei der die schnellsten Motorrad Piloten förmlich abheben und äußerste Konzentration an den Tag legen müssen, sowie die „Mutkurve“ bekannte Seng, die Geschwindigkeiten jenseits der 280 Kilometerstunde erreicht werden.

Der Schleizer Dreieck bleibt anders – sowohl für Fahrer als auch für Fans

Schleizer Dreieck Motorrad Rennen

Die Motorrad Rennen im Schleizer Dreieck bieten immer wieder spannende Rennen in verschiedenen Klassen im Rahmen der Superbike IDM. Die im Juli stattfindenden Rennen mit den über 100 in Deutschland organisierten Rennfahrern aus verschiedensten Nationen an den Start gehen. Das Highlight bietet dabei vor allem auch die Klasse der Superbike/Superstock 1000. Hier brauchen die Piloten nicht nur Power sonder auch jede Menge Mut, wenn es mit über 280 km/h durch die kurvige Seng in der höchsten Schräglage geht. Dabei sind nicht nur amtierende Deutsche Meister auf ihren hochgezüchteten Motorrädern, sondern auch zahlreiche internationale internationale Piloten unter anderem auch den Superbike- Weltmeisterschaft und Moto2 WM bekannte Piloten.

Markenvielfalt wird in der Superbike IDM groß geschrieben. Mit BMW, Kawasaki, Suzuki, Yamaha, Ducati und Honda sind in den großen Klassen alle namhaften Hersteller vertreten. Hinzu kommen im ADAC- Junior Cup auch die KTM – Viertakter zum Einsatz.

Das Aushängeschild und damit die Königsklasse der Serie ist seit Jahren die Klasse der Superbikes. Seit der Saison 2013 dürfen Piloten auch Motorräder nach dem Stocksport Reglement einsetzen und sich im gemeinsamen Rennen mit der eigentlich stärkeren Superbikes messen. Gewertet werden die beiden Klassen jedoch getrennt.

Es wird also für spannenden und hochkarätigen Motorsport gesorgt, denn auch die Seitenwagen werden, genau wie die Yamaha R6 Dunlop Cup als ältester Markenpokal der Welt, wieder in der Schleiz vertreten sein und die lange Tradition der deutschen Meisterschaftsläufe auf dem Schleizer Dreieck fortführen.

Schleiz findet sich neben dem Lausitzring, Circiut Zolder in Belgien, Oschersleben, Hockenheim sowie dem TT Circuit Assen in den Niederlanden oder dem Nürburgring als insgesamt fünfte Saisonstation der Superbike IDM im Kalender wieder und läutet damit die zweite Halbzeit der Saisonhalbzeit des Motorsports ein.

Moto-Act.de

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