Brems- und Kupplungshebel wechseln

Vor allem Kupplungs- und Bremshebel eines Motorrades benötigen Pflege. Das bedeutet, dass beide unbedingt regelmäßig gereinigt werden sollten. Frisches Fett gehört natürlich dazu. Doch gelegentlich, müssen Brems- oder/und Kupplungshebel ausgetauscht werden, sei es aufgrund einer Beschädigung oder man wünscht sich einfach schönere Hebel.

Inhaltsverzeichnis

Brems- und Kupplungshebel - Wissenswertes

Was sind die Symptome schwergängigen Bowdenzüge?

Brems- und Kupplungshebel richtig wechseln

Brems- und Kupplungshebel – Wissenswertes

Beide, der Brems- als auch der Kupplungshebel eines Motorrads dürfen nicht schwergängig sein, denn sonst wäre keine feine Dossierung von Bremse oder Kupplung möglich. Unabhängig ob es sich hierbei um eine hydraulische oder einen über Seilzug betätige Bremse- oder Kupplungshebel handelt, die genannte Bedingung muss immer erfüllt sein. Der Brems- und der Kupplungshebel sind nämlich von essenzieller Bedeutung für die Verkehrssicherheit eines Motorrades. Ein Beispiel:

Ist z. B. der Bremshebel schwergängig, kann die Vorderradbremse des Motorrads nicht ideal bedient werden. Die Folge könnten schwere Stürze sein, wenn das Motorrad nicht sogar in den Gegenverkehr oder die Leitplanke rutscht. Die Folge können nicht nur schmerzhafte Verletzungen für den Motorradfahrer sein. Außerdem ist mit hohen Reparaturkosten des Motorrades zu rechnen.

Wissenswertes: In der Regel liegen Kupplungs- und Bremshebel bei den meisten Motorrad Modellen im Freien. Nur noch die wenigsten Maschinen haben einen Gummiüberzug über diese Hebel, da die Motorradhersteller diese wegrationalisiert haben, um unnötige Kosten bei der Herstellung eines Motorrades zu vermeiden.

Ein schwergängiger Bowdenzug – die Symptome

Wird ein Hebel, sei es Brems- oder Kupplungshebel, schwergängig und der Bowdenzug fängt abhängig von der Stellung des Bedienhebels gelegentlich das haken an, ist die Ursache in der Regel ein schwergängiger Nippel. In der Regel ist dessen Bewegungsmöglichkeit durch Schmutz im Hebelgelenk oder einer ungeschmierten Gelenkstelle eingeschränkt. 

Achtung:

In so einem Fall sollte der Hebel ganz langsam gezogen werden. Schauen Sie dabei genau hin. Sollte sich ein Knick innerhalb des Zuges zeigen, muss dieser ausgetauscht werden, da er in naher Zukunft mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit reißen wird.

Die Lösung:

Das Problem lässt sich einfach beheben in dem Man den jeweiligen Hebel ausbaut, die Gelenkstelle sauber macht und den Hebel wieder einbaut. Ein bisschen neues Fett innerhalb der Gelenkstelle gehört natürlich dazu.

Brems- oder Kupplungshebel richtig ausbauen und montieren

1.   Stellen Sie den Brems- oder Kupplungszug auf ein maximales Spiel indem Sie die Einzugsschraube direkt an der Hebelaufnahme komplett eindrehen.

2.   Kontermutter und Hebel Schraube sollten mit Gefühl gelöst werden. Hierfür dreht man den Schlitz der Kontermutter und den Schlitz der Einstellschraube deckungsgleich zum Schlitz in der Hebelaufnahme. 

3.   Mit der einen Hand spannt man den Hebel kurzzeitig und mit der anderen entfernt man den Zug Hülle in dem man Sie nach hinten zieht. Nun wird der Innenzug aus dem Schlitz entfernt in dem man den Nippel nach unten aus der Aufnahme des Brems- oder Kupplungshebels entfernt.

Tipp: Beim Herausziehen des Brems- oder Kupplungshebels aus der Hebelaufnahme ist es sinnvoll wenn man einen Helfer zur Verfügung hat. Dieser sollte in diesem Moment unbedingt seine Hände drunter halten, da in manchen Motorradmodellen dünne Wellscheiben oder eine kleine Feder samt einer kleinen Kugel eingebaut sind. 

Beide, die dünnen Wellscheiben als auch die kleine Feder samt Kugel sind für die Funktion des Kupplungs- oder des Bremsschalters äußerst wichtig und dürfen nicht verloren gehen. Gehen diese doch verloren, können Brems- oder Kupplungshebel nicht mehr korrekt eingebaut werden.

4.   Nun wird die Gelenkschraube ausgebaut. Hierfür muss in der Regel erst die Kontermutter ausgeschraubt werden, bevor die Gelenkschraube ausgedreht werden kann.

5.   Beim wieder Zusammenbauen erfolgen die Schritte in umgekehrter Reihenfolge. Allerdings sollten Sie vorher unseren Tipp lesen.

Tipp: Bevor Sie Ihren alten oder neuen Kupplungs- oder Bremshebel an Ihrem Motorrad wieder einbauen sollten Sie sich Ihren Bowdenzug genau ansehen. Packen Sie diesen am Nippel und bewegen Ihn senkrecht hin und her. Bewegt sich der Bowdenzug leicht? Nein?

Sehen Sie sich Ihren Innenzug genau an! Stehen kleine Drähte ab oder hat der Innenzug sogar einen Knick oder ist gar gebrochen?

Wenn nein, hilft Nähmaschinenöl oder Sprüh-Öl das Problem zu beseitigen. Einfach einen guten Schuss in den Bowdenzug geben und den Innenzug hin und her bewegen. In der Regel zeigt sich bald eine schmutzige Brühe, die nichts anderes als Dreck ist. Anschließend sollten Sie mit etwas Fett den Zug einschmieren. Dafür darf aber kein Kettenspray oder dickes Getriebeöl verwendet werden. Es muss unbedingt dünnes fett sein.  

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