Bremse-und Kupplung richtig einstellen

Für den Motorradfahrer sind schlecht eingestellte Bremse- und Kupplung oft ein lästiges Übel. Nicht nur, dass die Handgelenke nach einer Weile wehtun, oft kommt es auch zu schmerzhaften Druckstellen am Handballen. Natürlich ist das Brems- und Kupplungsverhalten der Maschine wesentlich schlechter, da sich die Bremse und Kupplung wesentlich schlechter dosieren lassen. In so einem Fall, sollte man seine Lenkerarmaturen richtig einstellen.

Inhaltsverzeichnis

Motorradkupplung und Bremse - Einstell Werkzeug

Motorradkupplung und Bremse richtig eingstellen

Motorradkupplung und Bremse einstellen – welches Werkzeug wird benötigt? 

Zum Einstellen der Motorradbremse und Kupplung reicht das Bordwerkzeug des Motorrads völlig aus. Allerdings sollte man darauf achten, dass es der Schlüssel nicht ausgeweitet ist. Anders würde die Gefahr bestehen, dass die Köpfe der schrauben unnötigerweise beschädigt werden würden. Natürlich sollte man beim Einstellen von Kupplung und Bremse auch 4in1 oder 6in1-Pflege-Sprayöl zur Verfügung haben. Mit diesem Öl lassen sich nicht nur Gelenke und Hebel schmieren. Auch festsitzende Züge und Schrauben können gelockert werden.

Motorradbremse und Kupplung nachstellen – wie geht man vor? 

1.    Die Position von Brems- oder Kupplungshebel anpassen:

Um sicherzustellen, dass Kupplung und Bremse tatsächlich nicht korrekt einstellt sind, sollte man den Winkel zwischen Hand und Unterarm prüfen. Dieser muss unbedingt flach sein. Ist der Winkel zu steil, müssen Bremse und Kupplung nachgestellt werden. Hierfür müssen die Klemmschrauben der Kupplungshalterung und des Bremsgriffs gelöst werden. Anschließend zieht man jeweils den Brems- und Kupplungshebel in die richtige Position und zieht beide Hebel wieder fest.

Tipp: Prüfen Sie unbedingt bei voll eingeschlagenen Lenker ob Brems- und Kupplungshebel freigängig sind.

2.    Kupplungshebel hat zu viel oder zu wenig Spiel: 

In der Regel darf der Kupplungshebel ein maximales Spiel zwischen zwei und vier Millimeter haben. Wie viel genau, steht im Handbuch Ihres Motorrads.

Achtung:  Zu geringes Spiel der Kupplung sorgt für einen starken Verschleiß, während zu starkes Spiel dafür sorgt, dass sich die Kupplung nicht komplett trennen kann. Dadurch wird das Schalten schwergängig und man findet als Motorradfahrer den Leerlauf der Maschine eher schlecht. Bei kaltem Motor tritt dieses Problem exzessiv auf.

Stimmt das Spiel der Kupplung nicht, geht das Nachstellen ganz einfach. Hierfür wird die Rädelmutter gelöst und die Einstellschraube per Hand verdreht. Dreht man die Einstellschraube heraus, wird das Spiel verkleinert, während das Hineindrehen das Spiel vergrößert. Nach dem man das in der Betriebsanleitung des Motorrads angegebene Spiel der Kupplung erreicht hat, wird die Rädelmutter wieder angezogen.

Wichtig: Es gibt Motorräder, bei denen das Spiel der Kupplung nicht am Hebel sondern am motorseitigen Ende des Zugs reguliert wird. Eingestellt bzw. gedreht wird sozusagen unten, das Spiel der Kupplung wird aber genauso über den Hebel geprüft.

3.    Abstand zwischen Brems- oder Kupplungshebel zum Lenker regulieren: 

Bei einigen Motorrad-Modellen wir der Abstand zwischen Brems- oder Kupplungshebel zum Lenkrad über die Einstellschraube geregelt. Hierbei wird der Abstand durch das Drehen der Einstellschraube verändert.

Will man den Abstand einstellen, drückt man bei stehendem Motorrad den gelösten Hebel erst einmal vom Lenker weg. Er sollte immer noch gut zu erreichen sein. Dennoch darf der Hebel, sei es der Brems- oder Kupplungshebel bei vollem Zug den Lenker nicht berühren.

Wissenswertes: Größere Maschinen haben heute keinen Seilzug mehr, der die Kupplung betätigt, sondern eine mit Bremsflüssigkeit gefüllte Hydraulikleitung. Diese Technik ist absolut wartungsfrei. Das Spiel muss hier nicht eingestellt werden. Charakteristisch für Motorräder, die anhand dieser Technik funktionieren ist der Ausgleichsbehälter, der sich direkt beim Kupplungshebel befindet.

 

 

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